Wie zuverlässig die Angaben
im Energiepass sind
Zwar sollen alle Berechnungen nach einem festgelegten Verfahren erfolgen, das der Verordnung
beigefügt ist.
Tests haben aber ergeben, dass Berater für ein und dasselbe Haus sehr
unterschiedliche Ergebnisse ermitteln.
Je qualifizierter der Experte, umso näher kommen
die Angaben im Pass dem tatsächlichen Verbrauch. Eigentümer sollten sich vom potenziellen
Aussteller Eignungsnachweise wie Pflichtfortbildungen und sogenannte
Bauvorlageberechtigungen geben lassen und diese auch nachprüfen.
Immerhin ist der
Energiepass ein wichtiges Argument bei Verkauf und Vermietung.
Wetterbedingt kann der tatsächliche Verbrauch in einzelnen Jahren von den Berechnungen
abweichen. Auch zwischen den beiden Varianten kann das Ergebnis zum Teil deutlich
abweichen - vor allem, wenn die bisherigen Bewohner sehr sparsam oder sehr verschwenderisch
geheizt haben.
Wer einen Energiepass ausstellt
Es gelten ausführliche Bestimmungen für die Qualifikation und Fortbildung der Experten,
die einen Energiepass erstellen dürfen. Infrage kommen zum Beispiel Architekten,
Innenarchitekten, Bauingenieure, Bautechniker, Gebäudeenergieberater im Handwerk
und ausgebildete Energieberater - aber auch Schornsteinfeger, Maschinenbauer oder
Elektrotechniker, die eine entsprechende Qualifikation nachweisen können.
Voraussetzung für alle Aussteller ist ein Ausbildungsschwerpunkt im energiesparenden
Bauen während des Studiums oder eine zweijährige Berufserfahrung. Zusätzlich muss
der Aussteller eine erfolgreiche Fortbildung zum energiesparenden Bauen nachweisen
Die von uns empfohlenen Energieberater sind Bauingenieure oder Architekten und
haben eine entsprechende Ausbildung.