WIE FUNKTIONIERT EIN SOLARMODUL?
In einem Solarmodul werden die Solarzellen (typisch 36 Stk.) in Reihe zusammengeschaltet.
Eine Solarzelle hat eine Spannung von 0,5 Volt und einen Strom von 3-7 Ampere (je nach Größe).
Schaltet man die Zellen hintereinander, ergibt sich eine Modulspannung von 18 Volt und ein Strom von 3-7 Ampere.
Es gibt auch Solarmodule mit 72 Solarzellen - 36 Volt usw....
Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis der Strahlungsenergie der Sonne zur erzeugten Energie der Solarzelle bzw. eines Solarmoduls. von 100 Watt Strahlungsenergie bleiben bei einer Solarzelle nur 15 Watt übrig.
Über 50% gehen schon durch Reflektion verloren, dazu kommen die Leiterbahnen, die Wärmeverluste.....
WIE IST DER STAND DER TECHNIK?
Man unterscheidet heute noch zwischen monokristallinen, polykristallinen und Dünnschichtmodulen.
Bei den kristallinen Modulen ist der Stand der Technik ausgereizt und unwesentlich zu verbessern.
Die Wirkungsgrade der Solarzellen liegen bei ca. 15% und können nur mit hohem Aufwand verbessert werden, was wiederum die ohnehin hohen Kosten noch in die Höhe treibt.
Inzwischen sind zwischen mono- und polykristallinen Modulen kaum noch Unterschiede in Ertrag.
Monokristalline Zellen werden in einer Zellstruktur gezogen, polykristalline Module werden in einem Block gegossen.
Bei polykristallinen Modulen stören Zellränder den Elektronenfluss, was aber heute durch spezielle Techniken (Diffundierung mit Wasserstoffatomen) kaum noch eine Rolle spielt.
Von Dünnschichtmodulen verspricht man sich zukünftig den Durchbruch bei den Kosten.
Bei diesem Modultyp wird das Silizium quasie: " nur noch auf ein Trägermaterial gesprüht".
Die Vorteile liegen auf der Hand: automatische Produktion im Druckverfahren.
Aktuell haben Dünnschichtmodule einen etwas geringeren Wirkungsgrad.
WIE LANGE HÄLT EINE PHOTOVOLTAIKANLAGE?
Die Lebenserwartung einer Photovoltaikanlage ist länger als 30 Jahre.
Die Solarzellen arbeiten unbegrenzt. Die Solarmodule können altern und undicht werden.
Die Zellen sind in Kunstharz zwischen Sicherheitsglas und absolut resistenter Folie versiegelt.
Die Modulhersteller geben eine Leistungsgarantie auf die Module von 80% auf 25 Jahren.
Die Leistungsgarantie finden Sie auch im Datenblatt.
Soll ich noch abwarten?
Nein, die Technik ist ausgereift und unwesentlich zu verbessern. Die Preise werden erst in 5-8 Jahren merklich sinken. Die Zuschüsse sind momentan hoch und werden weiter sinken.
Sie bezahlen auch in der Zukunft den gleichen Anteil für eine Photovoltaikanlage. Die Einspeisevergütung ist derzeit in der Wirtschaftlichkeit.
Also besteht kein Grund weiter zu warten!
IST MEIN DACH GEEIGNET?
Die Ausrichtung sollte von Süd-Süd-Ost bis Süd-Süd-West sein.
Die Neigung zwischen 10 und 60 Grad. Es sollte nicht wesentlich verschattet werden.
Beobachten Sie bitte, ob im Frühjahr oder Herbst einen Schatten auf dem Dach liegt.
Im Winter ist der Schatten unwesentlich, da hier nur ein Bruchteil des Jahresertrages produziert wird.
Im restlichen Teil des Jahres sollte kein Schatten auf der geplanten Anlage liegen.
Wandert trotzdem ein Schatten über das Dach liegen die Einbußen bei 10%-20%. Bei einem Flachdach spielt nur die Verschattung eine Rolle.
Hier werden die Module auf einzelnen Alu-Blechkonsolen auf das Flachdach gestellt. Ausrichtung immer Süd und 25- 30 Grad.
Bei einer Fassade (senkrechte Montage) liegt der Ertrag ca. 25% niedriger.
Wird mein Dach undicht?
Nein, bei einem Pfannendach werden die Pfannen nicht beschädigt.
Die Dachhaken werden auf den Dachsparren aufgeschraubt und ragen unter den Dachpfannen hervor. Die Anlage kann wieder abgeschraubt werden und das Dach ist wie vorher.
Bei einem Flachdach werden die Gestelle auf einer Gummimatte berührungslos auf das Dach gestellt.
Die Gestelle werden mit Ballast (Betonplatten) gegen Windlasten geschützt.
KANN ICH DIE PHOTOVOLTAIKANLAGE ANSTATT DACHPFANNE VERWENDEN
Im Prinzip ja, aber der Aufwand und die Kosten sind derzeit noch höher
als die Einsparung. Die Einbindung in das Dach ist aufwendig.
Die Übergange zwischen den Modulen und zur Pfanne müssen dauerhaft sein.
Die Module werden mit Aluleisten von oben abgedichtet,
diese Leisten bilden einen Schmutzrand !
Zudem sollten die Module hinterlüftet sein, weil bei zunehmender Temperatur der
Wirkungsgrad sinkt.
Silizium-Solarmodule haben ein temperaturabhängiges Spannungsverhalten.
(physikalisches Gesetz).
Bei zunehmender Temperatur sinkt die Spannung,
da Elektronen durch Wärmeenergie wandern können und für die Leistung verloren gehen.
Darum erreichen Photovoltaikanlagen im Sommer auch nur 80% der Nennleistung.
Aus diesen Gründen werden Indach-Anlagen von uns nicht angeboten.